„Datentransfer zwischen EU und USA braucht rechtssichere Grundlage“

shutterstock

Der Datentransfer zwischen der EU und den USA braucht rasch eine sichere Rechtsgrundlage. Die Datenschutzbehörden müssen hier mit Fingerspitzengefühl agieren.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann erklärt zu den Sanktionsandrohungen gegenüber Industrieunternehmen, die ihre Daten in US-Clouds stellen:

„Der VDMA fordert die Kommission dringend auf, rasch eine sichere und nachhaltige Rechtsgrundlage für den Datentransfer zwischen der EU und den USA zu schaffen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sind auf einen praxisorientierten, sicheren Mechanismus angewiesen und haben gerade in Zeiten, in den sie mit den Folgen der Covid19-Krise zu kämpfen haben, keinerlei Ressourcen, eigenständige Prüfungen des Datenschutzniveaus in den USA durchzuführen und ggf. langwierige Verhandlungen mit US-Datenverarbeitern über zusätzliche Sicherungsmechanismen zu führen.

"Der VDMA appelliert nachdrücklich an die Datenschutzbehörden, mit Fingerspitzengefühl zu agieren und auf Bußgelder weitestgehend zu verzichten."

Der VDMA appelliert daher nachdrücklich an die Datenschutzbehörden, hier mit Fingerspitzengefühl zu agieren und auf Bußgelder weitestgehend zu verzichten.
Auch die Bundesregierung bleibt aufgefordert, sich für eine möglichst enge Zusammenarbeit Europas in der Digitalpolitik stark zu machen. Dazu gehören vor allem gemeinsame Cloudinfrastrukturen. Denn nur durch die digitale Souveränität der Unternehmen lässt sich der Wirtschafts- und Produktionsstandort Europa in einer globalisierten Welt sichern.“