EU-Handelspolitik 2020 und 2021

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Der VDMA war im Bereich der EU-Handelspolitik im Jahr 2020 so aktiv wie nie zuvor. Was waren 2020 die wichtigsten handelspolitischen Themen in Brüssel? Welche Themen stehen im Jahr 2021 an?

Bedingt durch die Corona-Pandemie war die Anzahl der handelspolitischen Aktivitäten der EU immens. Der VDMA reagierte mit Positionspapieren und führte zahlreiche Gespräche mit der EU-Kommission und den EU-Abgeordneten.

 

Die wichtigsten Themen 2020

  • Arbeitnehmerentsendung. Der VDMA fordert Erleichterungen bei Arbeitseinsätzen, beispielsweise die Befreiung von administrativen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen für kurze EU-Arbeitseinsätze, harmonisierte Meldevorschriften in den EU-Mitgliedstaaten und einheitliche Sprachregelungen.
    Mehr zum Thema.
     
  • Überprüfung der EU-Handelspolitik. Der VDMA fordert von den EU-Institutionen und den EU-Mitgliedstaaten die Konzentration auf die Schaffung der richtigen europäischen Rahmenbedingungen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit könnte der Maschinenbau seine Lieferketten nach eigenen Bedürfnissen diversifizieren und seine Erzeugnisse ohne Handelshürden in Länder außerhalb der EU exportieren. Das vorgeschlagene Modell der offenen strategischen Autonomie darf nicht zu einem EU-Protektionismus führen. Mehr zum Thema.
     
  • Subventionen aus Drittstaaten. Der VDMA fordert ein einheitliches EU-Instrument für Marktverzerrungen durch Subventionen aus Drittstaaten. Mehr zum Thema.
     
  • Handelsbeziehungen mit Drittländern. Freihandelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern sichern offene Absatzmärkte.
     
  • Handelsbarrieren in Drittländern. In Zusammenarbeit mit dem Trade Alert Team der Universität St. Gallen hat der VDMA die weltweiten Handelshemmnisse für den deutschen Maschinenbau analysiert. Das Ergebnis: Es geht es nicht nur um die klassischen protektionistischen Instrumente wie Zölle und technische Handelshemmnisse, sondern auch um Joint-Venture-Zwang, Subventionen für lokale Firmen und Exportförderungsinstrumente von Drittstaaten. Mehr zum Thema.

 

Ausblick 2021

Der VDMA wird die EU weiter in ihrem Bestreben bestärken, offene Absatzmärkte in Drittstaaten zu sichern und Freihandelsabkommen abzuschließen. Darüber hinaus stehen die Themen nachhaltige Unternehmensführung, das Handels- und Kooperationsabkommen mit dem Vereinigten Königreich (engl. „EU–UK Trade and Cooperation Agreement“) und die extra-territorialen Auswirkungen von Sanktionen von Drittstaaten im Fokus, um die Interessen des Maschinenbaus erfolgreich zu vertreten.

Die VDMA Außenwirtschaft hat die Aktivitäten ausführlicher in einem Jahresbrief zusammengefasst, den Sie hier finden.

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