Quantum Futur-Akademie: Praxiswoche zu Quantentechnologien

P. Stroppa (CEA)

An sieben Tagen lernen angehende Naturwissenschaftler und Ingenieure die aktuellsten Entwicklungen der Forschung zu Quantentechnologien kennen. Die Praxiswoche wird an vier Standorten in Deutschland und Frankreich abgehalten.

Die Quantum Futur-Akademie bietet Studenten der Natur- und Ingenieurswissenschaften vielseitige Einblicke in die Welt der Quanten. Die Teilnehmer erfahren das Neueste über den Stand der Forschung zu Quantentechnologien, erleben Vorträge von Experten und lernen führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen kennen. Zur Teilnahme sind Studenten ab dem fünften Semester berechtigt, die gute Kenntnisse der Quantenmechanik aufweisen. 


Was sind Quantentechnologien? 
Werden die Eigenschaften von Quantenobjekten (Atome, Elektronen, Photonen) ausgenutzt, so spricht man von einer Quantentechnologie. Beispielsweise seien der Transistor und der Laser, Quantentechnologien der ersten Generation, genannt. Hierbei wird eine große Anzahl von Quantenobjekten beeinflusst. Ohne diese Entwicklungen wäre das heutige Leben nur schwer vorstellbar: Während Transistoren für die Fertigung der Mikrochips in unseren Smartphones genutzt werden, sind Laser wichtige Bestandteile zur Datenübertragung via Glasfaser. Doch es gibt weitere Technologien wie Quantencomputer und Quantensensoren. Diese haben einen geringeren technologischen Reifegrad und werden die Gesellschaft erst in Zukunft prägen. Diese zweite Generation der Quantentechnologien nutzt die Quanteneigenschaften einzelner Atome, Elektronen oder Photonen. Eine weitere wichtige Anwendung stellt die Quantenkryptographie dar, die in Zukunft abhörsichere Kommunikation ermöglichen soll.


Zukunftsweisende Grundlagenforschung
Weltweit forschen große Unternehmen, junge Start-Ups und Forschungseinrichtungen an Universitäten an der Entwicklung der Quantentechnologien zweiter Generation. Das enorme Potential und die teilweise großen Märkte hat auch die Politik wahrgenommen und entsprechend reagiert. Die Europäaische Union und das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördern mit groß angelegten Forschungsprogrammen die Entwicklung von Quantentechnologien der zweiten Generation. 


Deutsch-Franzözische Quantum Futur-Akademie
Studierende der Natur- und Ingenieurswissenschaften an Universitäten in Deutschland und Frankreich haben dieses Jahr die Chance, sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Quantentechnologien zu informieren. Die Praxiswoche "Quantum Futur-Akademie" findet 24. bis zum 31. August an Standorten in Deutschland und Frankreich statt. Sie bietet den Studenten Einblicke in den Stand der Forschung zu Quantentechnologien, Vorträge von Experten sowie das Kennenlernen von Unternehmen und Instituten. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom deutschen und französischen Forschungsministerium gefördert; Fahrtkosten werden übernommen.


Die genauen Termine der Quantum Futur-Akademie sind:

24. - 26. August: Karlsruhe Institute of Technology
26. - 27. August: Universität Straßburg
27. - 29. August: Universität Saarbrücken
29. - 31. August: Universität Paris-Saclay


Bewerbung
Die Teilnahme an der Quantum Futur-Akademie ist für Studenten der Natur- und Ingenieurswissenschaften ab dem fünften Semester und guten Kenntnissen der Quantenmechanik möglich. Die Bewerbung ist in englischer Sprache und bis zum 2. Juni per E-Mail an mail@quantum-futur.de zu richten. Die nötigen Unterlagen sind:

- tabellarischer Lebenslauf
- Motivationsschreiben (ca. 1 DIN-A4-Seite)
- Leistungsnachweis aus dem Studium

Weitere Informationen finden sich hier.