Übersicht zu IT-Lösungen im Unternehmen

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Mit einem einfachen Werkzeug verschaffen Sie sich schnell den Überblick

Bei der Einführung von Unternehmenssoftwarelösungen wie z. B. ERP stellt sich häufig die Frage, welche Lösungen in welchen Geschäftsprozessen zum Einsatz kommen. Da die IT-Landschaft in der Regel gewachsen ist, fällt hier ein Überblick häufig schwer. Mit der VDMA Prozess- und IT-Lösungsübersicht können Sie sich dabei schnell einen Überblick über ihre Systemtopologie verschaffen.

Die Tabelle (siehe unten) lässt sich einfach erklären:

Übersicht zu IT-Lösungen im Unternehmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

APS = Advanced Planning Systems

VAR = Variantenkonfiguration

ECM = Enterprise Content Management

TPD = Technische Produktdokumentation

Auf der waagrechten Achse der Tabelle sind die einzelnen Hauptprozesse der Wertschöpfung in Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in der Reihenfolge ihres Durchlaufs durch das Unternehmen aufgezeichnet. Das sind beispielsweise die Auftragsplanung oder die Produktion. Diese Prozesse entsprechen in der Regel auch den Verantwortungsbereichen im Unternehmen und beziehen sich darüber hinaus auf die gleichen Prozesse, welche auch Grundlage für die VDMA Standard-Prozessbeschreibungen sind.

Auf der senkrechten Achse sind die am häufigsten vorkommenden Unternehmenssoftwarelösungen aufgeführt. Dabei können Abweichungen in der Ausstattung von Unternehmen mit Unternehmenssoftwarelösungen auf einfache Art und Weise abgebildet werden, indem diese Lösungen in der senkrechten Achse hinzugefügt bzw. nicht vorhandene Lösungen einfach entfernt werden. Auf diese Weise kann die bestehende Systemlandschaft für jedes Unternehmen individuell in einer Übersicht dargestellt werden.

Die Ansicht dient dazu, sich einen ersten Überblick über die vorhandene oder geplante Unternehmenssoftware-Landschaft zu verschaffen. So werden die Bereiche identifiziert, in denen die Prozesse zwischen den Systemen Daten austauschen, definieren Schnittstellen und prägen sie.

Die Vorgehensweise kann wie folgt gestaltet werden:

  1. Färben Sie die IT-Lösungen, die in Ihrem Unternehmen zum Einsatz kommen in Gelb ein.
  2. Fügen Sie gegebenenfalls IT-Lösungen hinzu, welche in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden, jedoch nicht aufgelistet sind.
  3. Färben Sie die Lösungen in Grün ein, die bei den entsprechenden Prozessschritten zum Einsatz kommen.
  4. Färben Sie die Lösungen in Rot ein, die bei den entsprechenden Prozessschritten nicht zum Einsatz kommen.
  5. Dort, wo IT-Lösungen in mehreren Prozessen genutzt werden, ist davon auszugehen, dass auch Daten zwischen den Systemen ausgetauscht werden. Identifizieren und dokumentieren Sie den Datenaustausch. Zum Beispiel werden zwischen ERP und CAD Stücklisteninformationen ausgetauscht.
  6. Um den methodischen Ansatz nicht kompliziert zu machen, wurde in dem Beispiel darauf verzichtet, die Bereiche zu entfernen, die nicht mit Prozessen oder Unternehmenssoftwarelösungen belegt sind. Würde man sämtliche Bereiche aus der Grafik löschen, die nicht farblich abgesetzt sind, so würde man ein noch kompakteres und aussagefähigeres Bild erhalten. Bei Nutzung dieser Methode wird empfohlen, die nicht farblich abgesetzten Bereiche aus der Grafik zu entfernen.

Dies ist in dem Beispiel hier zu sehen: Es zeigt nur die relevanten Prozesse und Unternehmenssoftwarelösungen.

Nur relevante Prozesse und Unternehmenssoftwarelösungen

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