Variantenmanagement

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Kundenlösungen, Innovationen, oder Länderausführungen für den Maschinen- und Anlagenbau

Varianten stellen in der Regel etwas Positives dar. So stehen hinter Varianten Kundenlösungen, Innovationen oder Länderausführungen. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau liegt mit seiner Variantenvielfalt weit an der Weltspitze. Dennoch versuchen viele Maschinenanbieter ihre Marktposition durch weitere Differenzierung und durch kundenspezifische Ausführungen zu verbessern. 

Dieses ungeplante Vorgehen führt bei fehlendem Variantenmanagement oftmals zu kostentreibendem "Wildwuchs". Innerbetriebliche Komplexität, Ineffizienz in der Auftragsabwicklung und steigende Produktkosten sind die Folge. Harte Standardisierung verringert hingegen die Marktchancen und schmälert den Umsatz. Varianten, durch die Umsatzbrille betrachtet, für die einen ein Segen, durch die Kostenbrille für die anderen ein Fluch. Es kann jedoch gelingen, mittels Methoden des Variantenmanagements, der Modularisierung und der Produktkonfiguration den Spagat zwischen spezifischen Kundenausführungen auf der Marktseite und ausreichender Wiederholhäufigkeit kostenoptimierter Prozesse erfolgreich zu realisieren. 

Variantenmanagement stellt sehr effektive Methoden zur Planung, Vermeidung, Reduzierung und Beherrschung individueller Produktausführungen dar. Ganzheitlich angewendete und im PLM-Prozess verankerte Möglichkeiten eröffnen die Chance, Geschätspotenziale gezielt zu verbessern.

Mit Hilfe des vom Fachverband Software und Digitalisierung erarbeiteten Leitfaden "Variantenmanagement" können interessierte Unternehmen sich einen ersten Überblick dazu verschaffen.

Der Leitfaden richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Vertriebs-, Konstruktions- und Fertigungsumfeld von Varianten-/und/oder Auftragsfertigern sowie Organisations- und IT-Leiter, die sich mit dem Thema Variantentechnik und deren Umsetzung auseinandersetzen.

Der Leitfaden stellt eine Orientierungshilfe von Produkt-Markt-Strategien, über die Produktentwicklung bis hin zur automatisierten Beherrschung von Varianten in komplexen Angebots-, Auftragsbearbeitungs- und Wertschöpfungsprozessen dar. 

Unternehmen sollen mit diesem Leitfaden die Gesamtzusammenhänge besser verstehen lernen, der Leitfaden soll eine erste Orientierung zwischen Umsatz und Kosten, zwischen Produktvarianten und innerbetrieblicher Verschwendung durch Prozesskomplexität bzw. Chancen und Risiken zu liefern.

Wird Variantenmanagement gezielt im Unternehmen angewendet, ist es möglich, individuell konfigurierbare Produkte zu liefern, ohne auf Prozesseffizienz und kostenoptimierte Wiederholfertigung zu verzichten. So können die vom Kunden geforderte Variantenvielfalt zu einem Großteil aufgefangen und erhebliche Kostensenkungspotentiale erschlossen werden. Hohe Leistung, Individualität und niedrige Kosten müssen kein Widerspruch mehr sein.

Eine Success Story zu Variantenmanagement finden Sie im Downloadbereich dieses Artikels.

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