MES

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Fertigungsmanagementsysteme etablieren sich mehr und mehr.

Fertigungsmanagementsysteme wie Manufacturing Execution Systems (MES), die gegen begrenzte Ressourcen planen können und eine Überwachung des Fertigungsfortschritts „in Echtzeit“ zulassen, etablieren sich mehr und mehr.

Nach aktuellen VDMA-Erhebungen (vgl. IT-Report 2016) haben mittlerweile rund 44 Prozent der Unternehmen des Maschinenbaus ein solches System im Einsatz.

Der VDMA befasst sich bereits seit über einem Jahrzehnt mit MES-Lösungen und bietet für Unternehmen, die den Einsatz eines derartigen Systems planen, Hilfestellung und Beratung an. Insbesondere sind Referenzlisten zur Auswahlunterstützung von Advanced Planning Systems (APS) und Manufacturing Execution Systems (MES) beim VDMA für Mitglieder kostenfrei erhältlich.

Insgesamt werden wir bei unseren Veranstaltungen und Arbeitskreisen von rund 70 Software- und Beratungsunternehmen, die sich im Fachverband Software und Digitalisierung zum Thema engagieren, unterstützt.

Eine aktuelle Übersicht der Unternehmen finden Sie auf www.vdma-products.com unter dem Suchbegriff „MES-Lösung“ oder in kompakter Form im Downloadbereich des Artikels.

Darüber hinaus sind seit 2009 gemeinsam mit Softwareanbietern auch VDMA MES-Einheitsblätter erstellt worden, um ein einheitliches Grundverständnis zu schaffen und zum Beispiel die Ermittlung von MES-Kennzahlen zu standardisieren. Diese können Sie unter dem Stichwort: „66412“ auf www.beuth.de bestellen. Nachfolgend finden Sie für zwei davon eine Kurzbeschreibung.

Im VDMA-Einheitsblatt 66412-1 sind die typischen MES-Kennzahlen zusammengefasst und erläutert. Mit den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen kann der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich der gestellten Ziele oder Erfolgsfaktoren innerhalb einer produzierenden Organisation gemessen werden.

Die beschriebenen „MES-Kennzahlen“ beziehen sich dabei auf Daten, die direkt in der Produktion anfallen. Für die Fertigungssteuerung und -überwachung dienen die Kennzahlen zur Beurteilung und Festlegung der Zielvorgaben von Fertigungsprozessen. Sie werden basierend auf Betriebsdaten (BDE), Maschinendaten (MDE) Qualitätsdaten (CAQ) und Personalzeitdaten (PZE) ermittelt.

Um aus den Kennzahlen (vgl. VDMA Einheitsblatt 66412-1) mögliche Verbesserungen ableiten zu können, ist es erforderlich, das Wirkungsgefüge zu kennen. Im VDMA-Einheitsblatt 66412-2 wird deshalb das zugehörige MES-Kennzahlen-Wirkmodell beschrieben. Dieses stellt grafisch die Abhängigkeiten, Auswirkungen und Einflüsse auf die Parameter der jeweiligen Kennzahlen modellhaft dar.

So kann die Auswirkung einzelner Bereiche eines Unternehmens (Produktionseinheit, Maschine, Niederlassung, etc.) auf eine Kennzahl aufgezeigt werden.

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